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Psychologen, computationale Psychiater und klinische Forscher, die aktive Inferenz als einen mechanistischen, testbaren Rahmen für Kognition, Affekte und therapeutischen Wandel bewerten.

Aktive Inferenz und Psychologie

Psychologie’s Kernprobleme – Wahrnehmung, Affekte, Selbst und Psychopathologie – neu als Inferenz und Kontrolle unter generativen Modellen.

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Aktiver Schlusschlussfolgerung und Psychologie Pfad

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Aktive Inferenz und der Free-Energy-Prinzip-Modell betrachten Gehirne als hierarchische generative Systeme, die verborgene Ursachen von sensorischen Daten erschließen und handeln, um erwartete Überraschung zu minimieren. Im Laufe der letzten Dekade ist diese Formalismus vom theoretischen Neurowissenschaften in die psychologische Wissenschaft und Psychiatrie übergegangen und hat eine wachsende Literatur zu Emotionen, Interozeption, Selbsthood, sozialer Kognition, Psychotherapie und psychopathologischen Erzeugnissen hervorgebracht. Die Literatur bleibt methodologisch jung: Die meisten Modelle befinden sich noch auf dem Niveau der Simulation und Theorie mit relativ wenigen großen empirischen Tests und nur anfangenden translationalen Werkzeugen.

Warum der Bereich passt

Psychologie ist fundamental darüber, wie Organismen Unsicherheit bewältigen: Interpretation von mehrdeutigen sensorischen Signalen, Bildung von Überzeugungen, Regulation von Körpern und Emotionen sowie Auswahl von Handlungen in teilweise beobachtbaren Situationen. Aktive Inferenz behandelt diese Funktionen als Instanzen probabilistischer Inferenz unter einem generativen Modell, wobei Wahrnehmung verborgene Zustände ableitet, Lernen die Modellparameter aktualisiert und Aktionen bevorzugte Beobachtungen durch Minimierung der erwarteten freien Energie abtasten. Dies gibt psychologische Konstrukte, die lange qualitativ beschrieben wurden – Schemata, Bewertungen, Verteidigungsmechanismen, Bewältigungsstrategien – eine explizite mathematische Behandlung, beispielsweise das Modellieren ängstlich verzerrter Bedrohungseinschätzungen als Prioritäten, die Gefahr überbewerten und hypervigilantes Verhalten antreiben.

Schlüsselprojekte und Werkzeuge

Das Hauptrechenzentrum basiert auf der Arbeit zur aktiven Inferenz in diskreten Zustandsräumen („Aktive Inferenz in diskreten Zustandsräumen: Eine Synthese“), die Algorithmen für kategorische generative Modelle, Policy-Evaluierung und Glaubensaktualisierung liefert, die den Grundlagen für spätere computerpsychiatrische Anwendungen zugrunde liegen. Der Bericht weist auch MATLAB-Routinen der Gruppe von Karl Friston an der UCL sowie Python-basierte Pakete zur Implementierung der aktiven Inferenz in diskreten Räumen nach, die zur Anpassung von Modellen an Verhaltensaufgabendaten und zur Schätzung individueller Unterschiede in Prioritäten und Präzision verwendet werden. Es existiert spezifischer Code für CBT-Simulationsmodelle mit einstellbaren Patienten-spezifischen Prioritäten und Präferenzen, obwohl das Coherence Therapy-Modell weitgehend theoretisch ist und nicht als implementierte Software existiert; der Bericht weist ausdrücklich darauf hin, dass vollständig eingesetzte klinische Systeme auf aktiver Inferenz noch selten sind.

Offene Probleme

Der Bericht weist eine grundlegende Spannung zwischen dem normativen Anspruch der aktiven Inferenz (Agenten minimieren freie Energie) und der oft suboptimalen, kulturell und situationsbedingt bedingten Variabilität des realen menschlichen Verhaltens auf, die durch das Risiko der Modellidentifizierbarkeit aufgrund hochdimensionaler Priors, Präzisionsterme und Präferenzen verstärkt wird. Die empirische Validierung auf verschiedenen Beschreibungsebenen ist dünn: Die meisten Modelle werden auf einfachen Aufgaben mit geringer ökologischer Gültigkeit getestet, und Ansprüche über Selbst, Identität und Persönlichkeit sind größtenteils konzeptionell und nicht datengestützt. Der Bericht fordert longitudinale, multimodale Studien, die neuronale, physiologische, Verhaltens- und Selbstberichtdaten mit Modellparametern verknüpfen, Vergleiche mit alternativen Frameworks wie dem Verstärkungslernen ermöglichen und kontrollierte Versuche mit aktiven Inferenz-informierten Interventionen vor der klinischen Translation durchführen – einschließlich Berücksichtigung von Interpretierbarkeit, individuellen und kulturellen Unterschieden sowie der ethischen Aspekte der modellbasierten Verhaltensvorhersage.

Referenz-Grundgerüst

Karl J. Friston (2010). The free-energy principle: a unified brain theory? Nature Reviews Neuroscience. DOI: 10.1038/nrn2787. Thomas Parr, Giovanni Pezzulo, Karl J. Friston (2022). Active Inference: The Free Energy Principle in Mind, Brain, and Behavior. MIT Press. Giovanni Pezzulo, Francesco Rigoli, Karl J. Friston (2017). Active Inference, homeostatic regulation and adaptive behavioural control. Progress in Neurobiology. DOI: 10.1016/j.pneurobio.2017.08.001. Maxwell J. D. Ramstead, Karl J. Friston, Axel Constant, Lancelot Da Costa, Casper Hesp, Beren Millidge, Alexander Tschantz (2023). On Bayesian Mechanics: A Physics of and by Beliefs. arXiv. Lancelot Da Costa, Thomas Parr, Noor Sajid, Sebastijan Veselic, Victorita Neacsu, Karl J. Friston (2020). Active inference on discrete state-spaces: A synthesis. Journal of Mathematical Psychology. DOI: 10.1016/j.jmp.2020.102447.

Schlüsselflächen

Aktive Inferenz und Psychologie auf einen Blick

Generatives Modell-Mapping

Psychologische Konstrukte – Emotionen Kategorien, Bewertungen, Selbstkonzepte, Beziehungs Erwartungen – werden als latente Zustände instanziiert, die interozeptive, exozeptive und Verhaltens Beobachtungen erzeugen.

Erwartete freie Energie und Kontrolle

„Die Auswahl von Richtlinien zur Ausgleichung epistemischer (informationssucher) und extrinsischer (zielorientierter) Wertschätzung wird verwendet, um Motivation, Vermeidung, Suchtverhalten und therapeutische Veränderungen als Verschiebungen im erwarteten freien Energielandschaft zu modellieren.

Theorie vor Beweisen

Gemäß dem Bericht befinden sich die meisten psychologischen und psychiatrischen Anwendungen weiterhin auf dem Niveau von Simulationen und Theorien, mit begrenzter groß angelegter empirischer Validierung und wenigen eingesetzten klinischen Werkzeugen.

Verwandte Ressourcen

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